Umgang mit Ligaturen
Aus der Arbeitskopie übernommen:
Umgang mit Ligaturen
Ligaturen sind spezielle Buchstabenkombinationen, in der zwei oder mehr Buchstaben zu einem Zeichen verbunden werden.
Wir unterscheiden drei Arten von Ligaturen:
Typographische Ligaturen.
Diese sind nur für eine ästhetische typographische Darstellung verwenden. Typische Fälle im Deutschen sind "zusammengezogene" "ff" oder "ft". Diese werden nie über die Tastatur eingegeben und daher für die ÜRL komplett irrelevant.Ligaturen im weiteren Sinn sind "ß" und "&". Beide gehören zum normalen Zeichenbestand und werden in der ÜRL als normale Zeichen behandelt. Das scharfe S oder Eszett ("ß") (ursprünglich eine Ligatur aus „s“ und „z“) wird in Deutschland und Österreich als ein normaler Buchstabe betrachtet (und über die Tastatur eingegeben), in der Schweiz dagegen durch ein Doppel-s ersetzt. In den meisten Schriftarten gibt es keine Variante des "ß" für die Großschreibung, es muss daher durch "SS" ersetzt werden. Auch das &-Zeichen ("kaufmännisches Und", ursprünglich eine Ligatur aus „e“ und „t“) ist als Synonym zum englischen Term "and" ist zulässig (entsprechend dem ASCII-Code "38").
Beispiel:
Ligaturen aus anderen Sprachen.
In einigen wenigen Namen aus dem Dänischen, Norwegischen oder Französichen finden die Ligaturen Æ und æ sowie Œ und œ auch in anderssprachlichen Kontexten Verwendung. Für die ÜRL gilt:
Sofern diese Zeichen auch im Englischen Original vorkommen, bleiben sie bei der Übertragung ins Deutsche erhalten. Zudem werden Synonyme mit aufgenommen, in welchen diese Ligaturen aufgelöst werden (d. h. die einzelnen Buchstaben einer Ligatur werden getrennt voneinander erfasst), also "æ" zu "ae" und "œ" zu "oe".
Beispiele:
Englischer FSN | Deutsches Synonym |
|---|---|
Spælsau sheep breed (organism) | Spælsau Schafrasse Spaelsau Schafrasse |
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